Coeurs des Enfants - Ndimbal ak yërmandé


Die Intention unseres Projektes richtet sich auf das aktive Entgegenwirken der herrschenden Armut im Senegal, das Schaffen von Perspektiven und Entwicklungsräumen für junge Menschen aus dem Senegal und aus der Schweiz, sowie darauf, Kulturen zu verbinden. Das Haus «Coeurs des Enfants – Ndimbal ak yërmandé in Mbour, mit einem grossen Garten in Mboulem ist dessen Basis. Das Kernteam leitet, koordiniert und realisiert das Projekt vom Haus aus. Tiere und Menschen leben gemeinsam im Haus. Das Haus und der Garten bieten verschiedene Arbeitsplätze für junge Erwachsene aus dem Senegal. Unser Garten in Mboulem soll einen festen Arbeitsplatz schaffen. Je nach Anzahl der Feriengäste im Haus ergeben sich weitere Arbeitsgelegenheiten für Senegalesen, wie beispielsweise Engagements als Trommler, als Haushaltshilfe oder in der Küche. Feriengäste aus aller Welt, Jugendliche die für ein Motivationssemester oder ein Time-Out (Krisenintervention) zu uns kommen oder Personen, welche einen Freiwilligeneinsatz bei uns leisten, machen die Kulturvielfalt und den Austausch im Haus aus.  

Strassenkinder (Talibé) oder junge Erwachsene, welche einen Einstieg in die Arbeitswelt suchen, sollen in unserem Haus und dem Kernteam dafür Ansprechpersonen finden sowie entsprechende Unterstützungsmöglichkeiten erhalten. In spontan entstehenden Settings kann das Lesen und Schreiben in der Amtssprache Französisch gelernt werden. Durch das Projekt sollen pro Jahr drei engagierten jungen Erwachsenen durch eine Begleitung und dem zur Verfügung stellen von Stehboutiquen (flexibler kleiner Einkaufskiosk mit den nötigsten Produkten für den Alltag) und deren erster Ausstattung, eine selbständige Arbeitsmöglichkeit geschaffen werden. 

Mit dem Kochen von senegalesischen Mahlzeiten und dem Verteilen von Grundnahrungsmitteln gemeinsam mit senegalesischen Familien, soll der herrschenden Armut entgegengewirkt werden. So können auch in Not geratene Grossfamilien unterstützt werden.. Monatlich werden mindestens zwei Mahlzeiten gekocht sowie einmal Grundnahrungsmittel in verschiedenen von starker Armut betroffenen Quartieren, verteilt. 

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In verschiedenen Ländern mit ihren individuellen Kulturen, Bräuchen und ihrem Wissen verbergen sich unendlich viele Ressourcen, welche vermittelt und geteilt werden können. Durch den Austausch dieser Ressourcen findet eine gegenseitige Unterstützung statt, was neue Perspektiven schafft. Durch gelebte Offenheit gegenüber Neuem und/ oder Anderem wird Inklusion möglich. Es werden Entfaltungsräume geboten, welche durch die intrinsische Motivation jedes Einzelnen genutzt werden können, um somit Selbstwirksamkeit, Selbständigkeit und Wertschätzung zu erfahren. Diese Entfaltungsräume bieten Chancen für die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeitsentwicklung. Mit der respektvollen und gewaltfreien Grundhaltung werden Verhaltensweisen vorgelebt, welche Kindern und Jugendlichen als Vorbild dienen und sie in ihrer eigenen Entwicklung einer Lebenshaltung schulen. Das gemeinsame Geben und Nehmen schafft Integration und Inklusion. 

Mit der Unterstützung in der Befriedigung der Grundbedürfnisse, dem Schaffen von Arbeitsmöglichkeiten von jungen Menschen und der Hilfe zur Selbsthilfe verschaffen wir vielen jungen Menschen eine Perspektive.

 

©Verein "Coeurs des Enfants"